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Wie Sie vielleicht schon durch Ihren
Postberater erfahren haben wird das Adressupdateverfahren bei
Pressepost zum Ende dieses Jahres durch Premiumadress ersetzt.
Dieses neue Verfahren verschlüsselt Adress- und Kundeninformationen
in einem Datamatrixcode, der rechts oberhalb der Adresse angedruckt
wird.
Dieses Verfahren ist sowohl in der Datenaufbereitung als auch im
Druck bzw. der Datenausgabe um ein vielfaches komplizierter wie das
momentane Adressupdate-Verfahren. Das gelbe Adressfeld wird es dann
nicht mehr geben. Auch die Belegzeile mit der Kundennummer wird dann
so nicht mehr angedruckt werden.
Sollten Sie eine Inkjet-Adressierung bei
Pressepost einsetzen oder Pressepost in gedruckter Form erzeugen
werden sich in Zukunft auch Neuerungen in Ihrer Produktion ergeben.
In jedem Fall wäre es hilfreich, sich schon jetzt mit den neuen
Anforderungen vertraut zu machen, da es sonst in der Übergangszeit
zu Problemen kommen kann.
Wir konnten mit diesem Verfahren nun
erste praktische Erfahrungen sammeln, welche uns zeigen, dass wir
fast die dreifache Produktionszeit benötigen. Dieser Mehraufwand
setzt sich vor allem aus einer erhöhten Datenaufbereitung zusammen,
da die Adressinformationen den Spezifikationen des Datamatrix-Codes
angepasst werden müssen.
Es ergeben sich natürlich daraus komplett neue Preisstrukturen, die
nicht in den vorhandenen Preislisten bzw. Preisverhandlungen
einbezogen wurden. Vor allem bei der Datenaufbereitung und beim
Druck von Adressen werden höhere Preise unumgänglich sein.
Wir haben im Moment
noch Hoffnung, dass die Deutsche Post eine weitere Übergangsphase
einräumt, da das neue Verfahren mit sehr vielen Neuerungen und
Investitionen verbunden ist. Offiziell ist aber hiervon noch nichts
bekannt.
Die Varianten im
Premiumadress
52x52
Module „Pressepost Etikett“
Diese Spezifikation nutzt den vollen Leistungsumfang von
Premiumadress. Hier werden alle Adressangaben (3 Anschriftenzeilen +
Strasse & HsNr + PLZ und Ort) mit weiteren Zusatzangaben im
Datamatrixcode verschlüsselt. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit,
zu der Abonnentennummer kundenindividuelle Angaben (11 Zeichen) zu
verschlüsseln. Alle zur Verfügung stehenden Felder sind technisch
bedingt auf eine vorgegebene Anzahl von Zeichen begrenzt. Größere
Datenfelder werden abgeschnitten (siehe Problematik bei der
Datenverschlüsselung).
Beispiel des 52x52 Module "Pressepost Etikett":

Sonderfall
16x48 Module „Randbeschriftung“
Diese Variante findet zum größten Teil Ihren Einsatz bei der
Inkjetbeschriftung. Vorteil dieser Beschriftungsart ist der kleinere
Platzbedarf.
Die Spezifikation 16x48 besitzt jedoch einen eingeschränkten
Leistungsumfang. Hier werden keine
Adressangaben verschlüsselt, d.h. der Absenderkunde erhält keinerlei
Berichtigungen über Adressfehler etc. sondern nur allgemeine
Informationen über Adressfehler. Adressen werden also
nicht berichtigt und auch nicht zurückgespielt. Der Absenderkunde
erhält somit nur eine Information, wenn die Adresse nicht zustellbar
ist. Die Adresszuordnung erfolgt über die Kundennummer.
Beispiel des 16x48 Module "Randbeschriftung":
Der
Kompromiss: 52x52 Module „Randbeschriftung“
Diese Variante bietet einen Kompromiss aus der 16x48 und der 52x52.
Die Adresszeilen können nebeneinander angedruckt werden, daraus
resultiert eine Platzersparnis in der Höhe der Adressierung.
Der Nachteil im Vergleich zu dem normalen
52x52 Module ist, dass keine Informationen über nicht
zustellrelevante Namens- und Anschriftenfehler produziert werden
(Handschriftliche Änderungen des Postboten in der Adresse).
Beispiel des 16x48 Module "Randbeschriftung":
Neuerungen im Prozessablauf:
Preisliche
Veränderungen bei der Datenaufbereitung / Datenoptimierung
Aufgrund der größeren Anforderungen, dem höheren Druckdatenvolumen
und der enorm größeren Bearbeitungszeit können wir natürlich die
Preise, die Sie von uns momentan im Presse- und
Verlagsservicebereich kennen, nicht halten.
Der Prozess „Premiumadress“ ist also nicht mit dem des
Adressupdate-Verfahrens gleichzusetzen und hat somit andere
Preisstrukturen.
Wir beraten Sie gerne über den Arbeitsaufwand bei Ihren Titeln
(siehe Datenprobleme)
Zeitliche
Einschränkungen
Der komplette Prozess der Datenoptimierung und des Drucks ist ein
anderer wie bisher. Es sind weitere Verarbeitungsschritte in der
Datenaufbereitung sowie Druckdatengenerierungen erforderlich. Wie
bereits im Kapitel „Preisliche Veränderungen“ erläutert ergibt sich
ein höherer Zeitaufwand bei diesen Projekten.
Bei der ersten Ausgabe nach der Umstellung von Adressupdate auf
Premiumadress wird sich dies bis auf die doppelte Projektlaufzeit
belaufen, danach ist mit ca. einem Drittel bis die Hälfte mehr zu
kalkulieren.
Individuelle Informationen können wir erst nach einer gezielten
Prüfung des Objekts und dessen Datenstruktur geben.
WICHTIG: Um terminliche Engpässe zu vermeiden ist es notwendig, uns
mindestens 2 Wochen vor Projektbeginn über eine Umstellung zu
informieren. Bitte beachten Sie dabei auch den Punkt Datenprobleme.
Problematik bei der Datenverschlüsselung
Die Spezifikation des größten Datamatrix (52x52 Module) sieht nur
eine Verschlüsselung von 3 Adresszeilen mit jeweils 30 Zeichen vor.
Zusätzlich ist die Strasse auf 22, die Hausnummer auf 10 Zeichen
beschränkt. Im Falle einer Postfachadresse wird die Postfachnummer
in dem Feld der Hausnummer übergeben.
Dies verursacht bei den meisten Datenbanken Probleme, da die Felder
oft längere Inhalte vorweisen. Diese werden – zumindest im
Datamatrix – abgeschnitten.
Sollen mehr Adressinformationen wie die 3 Adresszeilen in der
Empfängeradresse vorhanden sein, können diese ebenfalls nicht dem
Datamatrix übergeben werden.
Ein Druck der Adressangaben in Klarschrift (also die eigentliche
Adresse) ist bei Einhaltung der Vermassungsgrenzen über Umwege
möglich.
Datenprobleme
Momentan sind jegliche Drucklayouts an dem Datenaufbau der
Kundendatenbank angelehnt. Durch die Verschlüsselung der
Anschriftenangaben in dem Datamatrix sind Strukturänderungen in den
meisten Fällen unumgänglich. Es existieren wohl diverse Konverter,
die Änderungen automatisiert bzw. teilautomatisiert durchführen – es
bleibt jedoch je nach Datenstruktur meist noch ein großer Teil an
manuellen Änderungen.
In wie weit es möglich ist die Prozesse zu vereinfachen hängt also
hauptsächlich von der Struktur der Daten ab. Wir prüfen für Sie
gerne, in wie weit dies bei Ihrem Objekt / Ihren Objekten möglich
ist.
Inkjet-Adressierung
Die Inkjet-Adressierung außerhalb unseres Hauses stellt wohl die
größte Herausforderung dar. Hier haben wir auf den Druck des
Datamatrix keinen Einfluss, d.h. der Produzent ist für die
Lesbarkeit des Codes sowie die Vermassungen verantwortlich. Hierfür
ist ein Barcodescanner für 2D-Lesbarkeit sowie eine Software zum
Auslesen der Informationen notwendig (siehe Testmöglichkeiten).
Auf die Vermassungsgrenzen der DPAG ist ebenfalls zu achten. Hier
ist ein Vergleich mit den Spezifikationen (stehen zum Download
bereit) unumgänglich.
Testmöglichkeiten
Um den Datamatrixcode und dessen Inhalt testen zu können, benötigen
Sie einen Barcodescanner mit 2D-Lesung sowie eine Software zum
Auslesen der Daten. Diese werden standardmäßig als HEX-Datenstring
ausgegeben.
Diese Software stellt die Deutsche Post kostenlos zur Verfügung. Bei
einem gut geeigneten Hand-Scannermodell beläuft sich die
Investitionssumme auf ca. 400-600 Euro je nach Hersteller und
Modell.
Wir haben diverse Konfigurationen getestet und könnten Ihnen ein
paar Systeme empfehlen, die bei uns gut funktionieren.
Vergleichstabelle:
Vergleich der Varianten am Beispiel des Datamatrix und dessen
Inhalt. Für genauere Angaben bitte die Spezifikationen der einzelnen
Varianten nutzen.

Themenbezogene externe
Links:
Nachfolgend die Links der DPAG zum Thema Datamatrixcode.
Für
alle Angaben übernehmen wir keine Gewährleistung auf Aktualität und
Richtigkeit. Dieser Prozess befindet sich noch in einer relativ
frühen Phase, in der noch immer Neuerungen folgen und sich o.g.
Angaben ändern können. Für externe Links übernehmen wir keine
Verantwortung.
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